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Im Gegensatz zu den meisten Texten, die zu lesen wir gewohnt sind, hat ein Wiki keine fertige,
endgültige Form. 
Es ist nur einen Schnappschuss aller Beiträge zu einem gegebenen Zeitpunkt und ist
ständig in Entwicklung. 
In der Welt von Büchern und Zeitungen kann ein einmal publiziertes Wort nicht mehr geändert werden. 
Bis vor Kurzem gab es daher keine andere Möglichkeit als den strikten Content Lifecycle 
aus Erstellung, Prüfung, Veröffentlichung, Archivierung. 
Die vorherrschende Textform im WWW ist immer noch der Artikel – also der kurze, 
in sich geschlossene Sachtext. 
Im Prinzip wurden im Wesentlichen Arbeitsabläufe und Konzepte aus der Zeitungswelt auf ein neues
Medium verlagert. 
Den WCMS kommt dabei die Aufgabe zu, den übernommenen Arbeitsablauf weitestgehend zu automatisieren. 
Dabei haben die neuen technischen Möglichkeiten durchaus das Potential, den Arbeitsablauf des 
Publizierens von Grund auf zu verändern. 
Wiki zeigt eine solche Möglichkeit.
Betrachtet man die Bereiche des Internets, in denen tagtäglich der meiste Content produziert wird:

    => News-Portale, 
    => Usenet-Newsgroups, 
    => Diskussionsforen, 
    => Mailinglisten
 
so ist ihnen gemein, dass sie aus einem mehr oder weniger konstanten Contentstrom bestehen.
Es interessiert nur der aktuelle Content – also jene Informationsmenge, die innerhalb der letzten 
in Stunden oder Tage durch das Medium geflossen ist. 
Älterer Content liegt zwar archiviert vor, ist aber um Größenordnungen weniger relevant.
Durch den Archiveingang der genannten Medien fließt ein Schatz an Informationen, die leider kaum
verwertbar sind, da keinerlei Filterung und Verdichtung erfolgt, und ein vernünftiges Retrieval 
der Informationen später kaum möglich ist.
Die nötige Filterung und Verdichtung erfolgt durchaus, aber außerhalb des unmittelbaren Mediums.
Besucher kopieren oder merken sich interessantes Material, erinnern sich später daran, und können es
an anderer Stelle einfließen lassen. 
Eine Menge kreativer Tätigkeit im Bereich des geschriebenen Wortes findet in dieser Weise statt.
Wikis oder ähnliche Technologien könnten diesen Prozess unmittelbarer gestalten. 
Autoren lernen dazu - warum sollen nicht auch Texte dazulernen? Ein Wiki-Autor kann aus einer langen 
Diskussion mit vielen Beiträgen verschiedener Autoren die Essenz herausdestillieren und in kurzer, 
übersichtlicher Form konzentrieren. 
Wiederholte Anwendung dieses Wiki-Refactorings kann wertvolle Informationen schaffen, die sonst nicht 
nutzbar geworden wären.
Besonders naheliegende Anwendungen sind etwa Tech-Support-Datenbanken oder die kollaborative
Zusammenstellung von Usenet-FAQs. 
Gerade diese FAQs sind vielleicht das beste Beispiel dieses "filtern und verdichten"-Prozesses außerhalb 
einer Wiki-Umgebung, auch wenn sie meist von einer einzelnen Person und mit konventionellen Mitteln 
erstellt werden..


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